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AZAEL

Bildquelle: http://www.swp-records.de

AZAEL – Steht Rap schon jetzt vor dem Abgrund?

Was ist heute noch ernst gemeint in deutschen Rap-Texten? Wieviel Gewaltpotenzial liegt in der Hip Hop Szene und wie kann man einem aktiven Rap-Repräsentanten beibringen, dass er Verantwortung gegenüber seinen jungen Hörern trägt? AZAEL’s Texte sind sehr umstritten, doch treffen Aussagen, deren Wahrheitswert deutlich höher liegt als ihr Niveau.

Auch in diesem Jahr konnten einmal mehr deutsche Rap-Acts kommerzielle Erfolge in den Charts verbuchen. Hip Hop ist mittlerweile auch für den Otto Normalverbraucher unter den Musik-Konsumenten ein unumgänglicher Begriff, hat allerdings die Kluft zwischen Underground und Mainstream deutlich vergrößert. Streitigkeiten innerhalb der Szene sind daher in den letzten Jahren häufiger geworden.
Doch wie sieht es eigentlich in Leipzig aus? AZAEL, der „Hardcore-Rapper aus dem Jenseits“, veröffentlicht am 1. Januar sein erstes Album mit dem unkonventionellen Titel „Warum ich starb“. Dieses enthält thematisch neben dem Genre Battle Rap auch starke Kritik an der momentanen Situation im deutschen Hip Hop. Speziell veranschaulicht er diese am Beispiel der Leipziger Szenewelt. Zusammen mit einigen Kollegen seiner Crew „Battle Brigade“, die ebenfalls auf seinem Album zu Wort kommen, will AZAEL besonders ein Vorhaben durchsetzen: nämlich nicht etwa Hip Hop zu regieren, sondern vielmehr die starren Anschauungen der Szene zu verändern.
„Bei den Juden ein Engel, der sich über Gott erhebt“. Mit diesem Vergleich beschreibt AZAEL seine Stellung im Leipziger Hip Hop - Gefüge. Inwieweit er mit dieser These Recht hat, wird er noch beweisen müssen. Immerhin sind Live Performances sehr rar um seine Person. Bisherige fanden meist spontan bei Privat-Parties im engeren Kreis statt. Ein bisher erster öffentlicher Auftritt ist im Februar 2003 im Kosmospolitan geplant.
AZAEL zeigt sich selbstbewusst und spricht klare Worte: Mehr rappen, weniger reden. Über seine Wortwahl lässt sich allerdings sehr streiten. So ist zum Beispiel der umgangssprachliche Ausdruck „Nigger“, welches jedoch streng im Hip Hop-Kontext zu betrachten ist, keine Seltenheit. Obszöne Sachverhalte und aggressive Angriffstöne markieren die eine Seite; das Gesamtbild errechnet sich letztendlich nicht nur aus Text, sondern auch aus der Musik. Hierbei setzt AZAEL auf eigen produzierte Beats, welche sich als überaus avantgardistisch erweisen. Zur Krönung des Sonderfalls AZAEL ist seine CD nur an einem Ort in Leipzig erhältlich: im SCHALL & RAUSCH. Auf eventuelle Ablehnungen seiner Textinhalte ist AZAEL vorbereitet. Seiner Meinung nach liegt die Message im Detail. Ob diese jeder verstehen wird?

Puma, 2003

[erschienen im BLITZ! Leipzig, Januar 2003]
25.10.06 21:57
 


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